wofür steht winter und klein?

winter und klein bietet professionelle Unterstützung für Menschen an, die sich psychisch, vielleicht auch körperlich unwohl fühlen, weil sie in einem oder in mehreren Lebenssituationen überfordert sind, ihre Potentiale nicht mehr richtig ausschöpfen können, ihre Leichtigkeit verlieren, stecken bleiben, sich unverstanden fühlen und an sich zu zweifeln beginnen.

Wir vertreten die Ansicht, dass Krisen, auch mit einschränkenden Folgen immer wieder Teil des Lebens sind und nicht automatisch einen andauernden Störungscharakter aufweisen müssen. Im Gegenteil. Wir bieten professionelle Unterstützung dabei an, sich diesen Konflikten zu stellen. Das birgt eine enorme Chance in der Zukunft glücklicher, gelassener und erfüllter zu sein.

Darüber hinaus bieten wir umfassende zertifizierte Präventionsprogramme an, also Programme, Seminare und Fortbildungen, die Menschen helfen sollen Strategien zu erlernen und zu entwickeln, mit den Belastungen des Alltags und des Berufslebens sowie eigener Risikokonstellationen nachhaltig besser umzugehen. Übersetzt heißt das: Abbau von Stressoren und Aufbau von Bewältigungsstrategien sowie Stärkung von Ressourcen.

gibt es davon nicht schon genug?

Ja und nein. Psychiatrische und psychotherapeutische Praxen und Kliniken richten sich an Menschen, die psychisches Wohlbefinden dadurch einbüßen, dass sie eine psychische Erkrankung haben. Seit der Psychiatrie-Enquête 1975 hat sich die Versorgung psychisch Kranker in Deutschland deutlich gebessert.

Andererseits finden Menschen, die nicht unbedingt eine psychische Erkrankung haben, sich aber psychisch gleichwohl unwohl fühlen, kaum professionelle Unterstützung. Psychisches Wohlbefinden ist ein hohes Gut, das jedem zusteht. Wir richten unser Angebot an genau diese Menschen.

Es ist auch schwierig, professionelle Unterstützung auf mehreren Ebenen zu erfahren. Natürlich kann man eine Beratung, eine Psychotherapie oder eine medikamentös-psychiatrische Behandlung, je nachdem was gebraucht wird, in Anspruch nehmen. Manchmal braucht ein Mensch jedoch gleich unterschiedliche Hilfen, z.B. ein Medikament und eine Psychotherapie. Dann hält das Versorgungssystem meist vor, dass er sich von mehreren Kollegen behandeln lassen muss. Das kann den Prozess für den Betroffenen verkomplizieren.

Unser Konzept erlaubt uns den unterschiedlichen Formen mentaler Krisen gleichermaßen zu begegnen. Dadurch möchten wir den Menschen, die sich an uns wenden, nicht nur Diskretion sondern auch professionelle Sicherheit geben.

Und professionelle, individualisierte Präventionsprogramme gibt es trotz der Verabschiedung des Präventionsgesetzes bislang nur unzureichend!

was bedeutet dabei professionell, würde das nicht jeder von sich sagen?

Professionell ist in diesem Zusammenhang natürlich kein geschützter Begriff. Wir sind Fachärztinnen für Psychiatrie und Psychotherapie. Wir haben viele Jahre mit Patienten gearbeitet, die unter psychischen Erkrankungen litten. Daneben haben wir uns wissenschaftlich mit den biologischen Grundlagen und der möglichen Prävention psychischer Erkrankungen beschäftigt.

Psychische Erkrankungen entstehen ganz individuell aus dem Zusammenspiel von unterschiedlichen (inneren und äußeren) Faktoren. Sie sind nicht einfach da, sondern sie entwickeln sich. Wir wissen Anzeichen und Konstellationen zu erkennen, die das Auftreten einer psychischen Erkrankung anzeigen. 

Wir wissen, zwischen psychischen Erkrankungen, die einer psychiatrischen Behandlung bedürfen und psychischem Unwohlsein, das ein Vorbote einer psychischen Erkrankung sein kann oder Ausdruck einer Überforderung in einer aktuellen Lebenssituation ist, zu unterscheiden. Unser Angebot richten wir entsprechend aus. Das, so denken wir, macht es professionell.

und jetzt von der Klinik in die Praxis – wieso?

Wir hatten beide den Wunsch, uns weiterzuentwickeln, uns zu verändern. Uns ist aufgefallen, dass wir den Menschen, die zu uns kommen, etwas anderes geben wollen, als das, was die Arbeit in einer Klinik – stationär oder ambulant - ermöglicht. Unser Praxiskonzept ist das zwangsläufige Resultat aus einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit den Grundbedürfnissen von Menschen in Krisen, Phasen der Überforderung, anhaltenden Konflikten oder anderen psychisch belastenden Situationen.

Wir haben uns gefragt, zu wem würden wir selbst gehen, würden wir in einer Lebensphase nicht weiterkommen. Daraus hat sich unser Konzept entwickelt, das uns ermöglicht, unsere langjährigen Erfahrungen und unsere Kompetenzen gezielt zu nutzen. Damit haben wir uns bewusst gegen eine weitere Laufbahn in der Klinik entschieden.

Und es sind einfach die Probleme, die die Klienten zu uns bringen, die uns interessieren: z. B. Frauen, die sich zwischen Rollenbild und Geschlechterkampf ihren Weg durch ein unwegsames Gelände erarbeiten, Menschen, die früh weitreichende Entscheidungen treffen müssen, ohne zu wissen, welche Konsequenzen bedacht werden müssen, Menschen, deren Leben sich auf den Kopf stellt, die sich existentiell bedroht fühlen, die sich einer neuen Lebensphase gegenüber gestellt sehen mit all ihren Anforderungen, Erwartungen, Auf- und Abwertungen. Menschen, die einem beruflichen System feststecken, das Gefühl der eigenen Wirksamkeit verlieren oder einfach nur etwas gestalten wollen, sich einbringen wollen, eine Herausforderungen annehmen wollen – aber noch nicht wissen wie.

Und dann ist da noch unser Thema Prävention. Das Präventionsgesetz ist eine Errungenschaft. Aber es muss, gerade weil es um psychisches Wohlbefinden geht, qualifiziert durchgesetzt werden. Das heißt von Menschen, die die nötige Erfahrung mitbringen und Strukturen, die die Umsetzung erlauben. Das Pathologie-zentrierte (teil-)stationäre Klinkiksetting eignet sich dafür nicht. Prävention findet im Alltag statt, allerdings ist ein entsprechender Anschluss an universitäre Strukturen und wissenschaftliche Netzwerke sinnvoll, nicht zuletzt um die Wirksamkeit zu validieren und neueste Erkenntnisse fortlaufend zu integrieren. Das bringen wir mit.

Darüber hinaus ist Prävention eine genuin ärztliche Aufgabe. Bei der Primärprävention geht es u.a. um die Reduktion von Risikofaktoren und Risikoverhalten. Das Wissen um Risikofaktoren und Profile ist Kern ärztlicher Expertise. In diesem Sinne sind Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie die ersten Experten für die Prävention psychischer Erkrankungen und dem Erhalt psychischen Wohlbefindens. 

wer steckt hinter winter und klein?

Das sind wir, Christine Winter und Julia Shababi-Klein. Wir haben uns kennengelernt, als wir zusammen an der Charité gearbeitet haben, zunächst in der Forschung, dann in der Klinik. Wir wurden Freunde. Irgendwann hat Christine einen Ruf nach Dresden bekommen und Julia ist als Oberärztin an eine Klinik in Berlin gegangen.

Wir sind all die Jahre eng verbunden gewesen. Mit der Zeit entstand die Idee, unsere unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen in einem gemeinsamen Arbeitskonzept zu fusionieren, dadurch etwas Neues zu entwickeln. Wir haben uns über die Jahre in Ergänzung zueinander entwickelt, immer voneinander, von unseren Unterschieden gelernt.

Und davon lebt unsere Idee, dass wir reflektiert mit Optimismus und Leichtigkeit mit einander lernen und unseren gemeinsamen Erfahrungsgewinn den Menschen anbieten, die sich uns anvertrauen.

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